Die Zeit nach dem Sommer*

Nicht mehr lange, bis das Licht verschwindet. Bis die Stadt zu einem dunklen Ort wird, wo Menschen zitternd die Straßen entlang hasten und sich hinter beleuchteten Fenstern vor der Kälte verstecken. Wie kann man den Winter nur mögen? Das habe ich mich jahrelang gefragt.

Immer, wenn sich der Sommer begann dem Ende zuzuwenden, man zusehen konnte, wie er  sich langsam abwandte, dann eilte und dann auch schon fort war, immer dann, wenn andere freudig ihre Herbstkleidung hervorkramten, die Schaufensterpuppen warm angezogen wurden und die Wege mit Blättern gepflastert waren, dann schlich auch das Bedauern durch die Räume, und klagte, während die Heizung rauschte: Das war dieser Sommer. Jetzt gibt es keine langen warmen Abende mehr, keinen Strand, kein Lesen auf dem Balkon, keine Sonne, die einen morgens weckt, keinen Frühstücksteller voll mit Himbeeren, Pfirsichen und Wassermelonen.

Was habe ich früher immer die Länder, die Regionen, die Orte beneidet, in denen nie Winter ist. Die immer umgeben sind von Sonne und Wärme. Die immerzu alle Möglichkeiten haben. Was mussten die Menschen dort für ein wunderbares Leben führen.

Doch mittlerweile, nachdem Jahre um Jahre vergangen sind, weiß ich: Der Sommer kommt immer wieder. Und das auch immer schneller als man denkt. Und Herbst und Winter – das ist eigentlich auch gar nicht schlecht. Es ist die Zeit für Tee und Bücher, für Clementinen und Litschis, für dicke Decken und kuschelige Pullis von Peek & Cloppenburg, für warme Lichter in der Dunkelheit und ausgiebiges Stöbern im Internet. Es ist die Zeit, um sich zurückzuziehen, alle Aufgaben zu Ende zu bringen, den Kopf freizubekommen, um die nächsten Pläne zu schmieden.

Herbst und Winter sind genauso so wunderbare Jahreszeiten wie die anderen beiden. Das Bedauern muss gar nicht durch die Räume schleichen. Die Gemütlichkeit hat auch gar keinen Platz dafür.

 

 

*Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Peek & Cloppenburg entstanden

Ein Gedanke zu “Die Zeit nach dem Sommer*

  1. Schön, dass endlich mal wieder ein richtiger Post von dir kommt, habe deinen Schreibstil total vermisst!
    Also ich bin noch nicht so ganz im „Ich mag den Winter“ angekommen. Das ist zwar schon besser geworden, als in den letzten Jahren, aber auch mit meinen dicken Kuschelpullis und den Decken vermisse ich doch trotz allem das Gefühl von Sonnenstrahlen auf meiner Haut…
    Liebe Grüße,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

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