Pisa, die Unperfekte

Pisa ist berühmt für ihre Unperfektheit: Ein Glockenturm, der aussieht, als würde er jeden Moment zusammenfallen, hat die Stadt international bekannt gemacht.

Dabei ist Pisa eigentlich ganz normal: Nicht perfekt, aber trotzdem in gewisser Weise zauberhaft.

 

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Abseits des berühmten schiefen Turms ist Pisa eine gewöhnliche Stadt: Man begegnet gewöhnlichen Italienern, die sich über die Straße hinweg „Ciao“ zurufen, Bauarbeitern, die in der Mittagshitze die Straße aufreißen, Kellnern, die vor der Restaurant-Tür eine Zigarette rauchen.

Man sieht in schmalen Gassen geparkte Vespas. Aus einem Haus hört man Klaviermusik.

Trattorien reihen sich an Bars und Buchhandlungen.

Italienischer Alltag in einer normalen italienischen Stadt.

 

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Und dann läuft man die Straße entlang – und irgendwann taucht er vor einem auf:  Schon tausend Mal auf irgendwelchen Bildern gesehen und doch denkt man: „Oh Gott, ist der schief. Unglaublich, dass er nicht umkippt.“

 

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Um den Turm herum, auf dem gesamten Domplatz überall Menschen, die auf sämtlichen Sprachen der Welt Anweisungen erhalten, wie sie die Hand zur Seite halten müssen, damit es auf dem Foto aussieht, als würden sie das tun, was seit über 800 Jahren niemand geschafft hat: den 14.500 Tonnen schweren Turm gerade schieben.

Auf der Piazza dei Miracoli – dem Platz der Wunder.

 

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Von innen sieht der Turm sehr unspektakulär aus: Ein graues rundes Gemäuer – nichts weiter.

293 Stufen geht es zu Fuß nach oben zur Aussichtsplattform.

Da bemerken auch die Beine, dass der Turm schief ist. Man torkelt unfreiwillig; das rechte Bein befindet sich auf einer anderen Höhe als das linke, obwohl man sich auf derselben Stufe befindet.

 

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Oben, am Aussichtspunkt, muss man die Kamera schief halten, damit der Horizont auf den Fotos gerade wird.

In etwa 50 Metern Höhe liegt Pisa einem zu Füßen. Sie präsentiert uns ihre kaminroten Dächer, ihre im typischen Pisaner Gelb gestrichenen Häuser, ihre Gassen und Brücken, eingerahmt von den Bergen der Toskana. Zauberhaft. Und irgendwie doch ganz perfekt.

 

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12 Gedanken zu “Pisa, die Unperfekte

  1. Traumhafte Bilder. War selbst noch nie in Italien, und bisher hat es mich wenig gereizt. Aber die kleinen Gassen sind so süß, die finde ich im Süden eh am tollsten. 🙂
    Den schiefen Turm kann man wahrscheinlich auch nur begreifen, wenn man ihn gesehen hat. 🙂
    Ganz viele liebe Grüße

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    1. Pisa ist schön, aber Nichts im Vergleich zu Venedig. Venedig gehört meiner Meinung nach zu den schönsten Städten Europas. Einfach eine unglaubliche Stadt. In Rom war ich leider noch nicht, aber es steht ganz oben auf meiner Wo-ich-unbedingt-hin-will-Liste 🙂

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